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FORL

FORL –feline odontoklastische resorptive Läsionen
(engl.: tooth resoption)

Was ist FORL?

Die FORL ist eine sehr weit verbreitete und schmerzhafte Erkrankung der Katze.

Hierbei wird die Zahnhartsubstanz zerstört –  der Zahn löst sich auf. Erfolgt ein Einbruch in die Pulpa („Nerv“) sind die Schmerzen extrem. Der Prozess beginnt meist an der Zahnwurzel und ist in diesem Stadium äußerlich nicht erkennbar.  Jede Zahnfleischentzündung, Mundgeruch, Speicheln oder Mundhöhlenprobleme können jedoch ein Hinweis sein.

Man unterscheidet verschiedene Typen der FORL. Die Unterscheidung ist sehr wichtig für die Therapie. Der FORL Typ kann nur röntgenlogisch erkannt werden.
Die Tierklinik Trillig verfügt über ein digitales Dentalröntgengerät, das schonend besonders hochauflösende Röntgenaufnahmen der Zähen Ihrer Katze anfertigt.

Wie häufig ist FORL?

Studien sprechen von einem Anteil von 30 – 50%, nach Berücksichtigung  von Röntgenuntersuchungen ist die Zahl jedoch noch viel höher.

Wie entsteht FORL?

Die Ursache ist bis heute unbekannt, man vermutet jedoch Störungen im Calcium-Phophor-Haushalt, chronische Entzündungen, Viren und Schwächung des Abwehrsystems.
Körpereigene Zellen (Odontoklasten) greifen den Zahn an und zerstören die Zahnhartsubstanzen (Dentin, Zement, Schmelz).

Wie erkannt man FORL?

Die Symptome sind unspezifisch, d.h. nicht immer für den Katzenfreund erkennbar.
Am häufigsten sind folgende Anzeichen, die alleine oder kombiniert auftreten:

  • Zahnfleischentzündung, Rötung, „hochwachsendes“ Zahnfleisch
  • Schmerzen, plötzliches Aufschreien bei der Nahrungsaufnahme
  • Geruch aus dem Fang
  • verringerte Futteraufnahme, einseitiges Kauen
  • Speicheln

Eine genaue klinische Untersuchung des Patienten ist notwendig. Eine sichere Diagnose ist nur in Sedation oder Narkose und durch Röntgen möglich.

Wichtig: Eine exakte FORL-Diagnostik ist nur mit der Röntgendiagnostik möglich.

Wie behandelt man FORL?

Die Behandlung ist abhängig vom Ausmaß der Schädigung der Zähne. Anhand des Röntgenbildes ergibt sich eine Beurteilung des Schweregrades. Bei fortgeschrittenen Schädigungen ist eine Extraktion des betroffenen Zahnes leider die einzige Möglichkeit. Füllungen (z.B. Glasionomerzement) helfen nur sehr kurzzeitig bei sehr oberflächlichen Defekten und sind daher selten sinnvoll.

Wichtig ist immer eine gute Mundhygiene: regelmäßige Kontrolle, Zahnsteinentfernungen, Plaque-reduzierende Nahrung und Kauartikel.