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Unterfunktion der Schilddrüse – Hypothyreose

Die Schilddrüsenunterfunktion – Hypothyreose

Was sind die Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)?

Die Schilddrüsenhormone T4 und T3 regulieren den Stoffwechsel, daher sind die Symptome sehr vielfältig. Die Anzeichen treten unterschiedlich häufig und in sehr variabler Stärke. Hinweise können sein:

  • Haar- und Fellveränderung: Das Haar ist feiner, brüchiger und wächst schlecht nach. Haarlose Stellen treten oft symmetrisch am Rumpf,gelegentlich an Schwanz, Ohren und Nasenrücken auf.
  • Haut: Haarlose Stellen können können sich dunkel verfärben und neigen zu trockener oder öliger Schuppenbildung (Seborrhoe). Hautinfektionen durch Bakterien, Hefe und Grabmilben (Demodex) werden begünstigt.
  • Verhaltensänderungen: Neben Lustlosigkeit und Lethargie treten auch Wesensveränderungen auf wie Ängstlichkeit, unerwartete Aggression und sogar Krampfanfälle.
  • Blut: Eine Blutarmut (Anämie) zeigt sich bei der Hälfte der Patienten.
  • Andere Organe: Gelegentlich kommt es Veränderungen an den Augen, des Herz-Kreislauf-Systems und Nervenssystems.

Wie entsteht die Hypothyreose?

Die häufigste Ursache ist eine Immunerkrankung, bei der das körpereigene Abwehrsystem überreagiert und das Schilddrüsengewebe zerstört (Autoimmunvermittelte lymphozytäre Thyreoiditis). Hierdurch schrumpft die Schilddrüse und produziert weniger Hormone.

Wie wird die Unterfunktion festgestellt?

Da die Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion oft nur vage und ungenau sind, ist eine Blutuntersuchung unerlässlich. Hierbei werden verschiedene Hormone gemessen, am wichtigsten ist die Bestimmung der Hormone Thyroxin (T4) und TSH. Der TSH-Stimulationstest ist am genausten, jedoch sehr teuer.

Die Ultraschalluntersuchung zeigt eine Verkleinerung der Drüse und ist nur mit speziellen Geräten, wie in unserer Klinik vorhanden,  möglich.

Was kann noch erniedrigte Hormonwerte auslösen?

Zahlreiche Erkrankungen anderer Organe (Euthyroid Sick Syndrom) können zu erniedrigten T4-Werten führen und werden daher von uns mit abgeklärt. Auch Arzneimittel können niedrige Werte verursachen, hierzu zählen: Kortison, Entzündungshemmer, Sulfonamide und Barbiturate.

Wie wird behandelt?

Ihr Tier erhält das Hormon Thyroxin (T4) morgens und abends in Form einer Tablette. Die Dosis ist hierbei wesentlich höher, als beim Menschen. Bitte reduzieren sie daher nicht die von uns empfohlene Dosierung.

Wie wird kontrolliert?

Die Anzeichen der Unterfunktion verbessern sich unter der Behandlung unterschiedlich rasch. Häufig sieht man schon nach einer Woche eine höhere Aktivität des Hundes. Bei Veränderungen der Haut und des Fells brauchen sie Geduld, diese benötigen mehrere Wochen bis Monate.

Die Therapie richtet sich nach dem Erfolg und Wohlbefinden Ihres Tieres. Hormonwerte werden zur zusätzlichen Therapiekontrolle durchgeführt. Die Messung des Thyroxins (T4) kann in der Klinik innerhalb wenigen Minuten bestimmt werden.

Wichtig:
T4-Hormonkontrollen sollte immer etwa 3-4 Stunden nach der Gabe der üblichen Tablettendosis durchgeführt werden. Bei allen weiteren Untersuchungen sollte diese Zeit daher genau eingehalten werden. Nur dann sind die Werte vergleichbar.

Wie erfolgreich ist die Behandlung?

Bei einer optimalen Therapie hat Ihr Hund beste Aussichten auf eine normale Lebenserwartung bei uneingeschränkter Lebensqualität.