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Wurmbefall

Grundsätzlich können sich alle Hunde und Katzen mit Würmern anstecken. Das Risiko ist jedoch unterschiedlich hoch, manche Tiere sollten häufiger und manche seltener entwurmt oder kontrolliert werden.

Warum soll ich mein Tier entwurmen?

Würmer sind Parasiten und schädigen die Gesundheit Ihres Hundes und Katze. Einige Spul- und Bandwürmer können auch auf den Menschen übertragen werden. Dabei siedeln sich die Würmer beim Menschen nicht unbedingt im Darm an, sondern wandern durch das Körpergewebe. Dort führen sie je nach Lage zu teils schweren Erkrankungen der Organe und  zu möglichen Schädigungen von Nervenbahnen, Auge und Hirn. Insbesondere bei intensivem Kontakt Ihres Hundes oder Katze zu Kleinkindern ist eine regelmäßige Behandlung erforderlich.

Eine Entwurmung von Hund und Katze schützt auch Sie und Ihre Mitmenschen.

Welche Anzeichen hat mein Tier bei Wurmbefall?

Die Krankheitsanzeichen Ihres Tieres können sehr unterschiedlich verlaufen, je nach Befall sehr mild oder auch mit schweren Störungen der Gesundheit. Verdauungsstörungen, Husten, stumpfes Fell, schlechter Allgemeinzustand, Abmagerung und Schwäche sind einige, jedoch nicht sichere Hinweise. Die Würmer und Larven leben im Darm oder wandern in den inneren Organen. Hierdurch sind diese Parasiten nicht zu erkennen. Lediglich ein Befall mit gewissen Bandwürmern ist erkennbar an Ausscheidung kleiner reiskorngroßer Bandwurmglieder.

Wichtig ist: Auch wenn Sie keine Würmer im Kot Ihres Tieres sehen, ist dennoch ein Wurmbefall möglich.

Wie oft entwurmen?

Folgende aktuelle Empfehlungen der ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites), einer unabhängigen Experten-Organisation, geben Ihnen eine Richtlinie:

  • Hunde und Katzen mit freiem Auslauf, oder die wilde Nagetiere und Aas fressen: monatlich
  • Hunde, Katzen die rohes Fleisch verzehren: alle 6 Wochen gegen Bandwürmer
  • Bei Flohbefall gegen Bandwürmer
  • Welpen: Hunde im Alter von 2 Wochen, Katzen im Alter von 3 Wochen. Danach alle 14 Tage und nach Absetzen von der Mutter.
  • Säugende, tragende Hündinnen und Katzen: Etwa 2 Wochen vor der Geburt und gleichzeitig bei der ersten Welpenentwurmung. Das verhindert eine Übertragung im Mutterleib oder über die Muttermilch.
  • Im Ausland bestehen unter Umständen zusätzliche Gefahren. In südlichen Reiseländern besteht zum Beispiel die Gefahr einer Infektion mit Herzwürmern. Bitte lassen Sie sich daher unbedingt vor einer Reise bzw. Einfuhr eines Tieres von uns beraten.

Allgemein gilt: Kann das individuelle Risiko eines Tieres nicht eingeordnet werden, sind mindestens 4 Entwurmungen pro Jahr zu empfehlen.

Eine 1-2-malige Behandlung bietet keinen ausreichenden Schutz.

Gibt es Alternativen zur Entwurmung?

Alternativ zur Entwurmungen können auch Kotuntersuchungen durchgeführt werden. Wichtig ist, dass die Kotuntersuchungen so oft wie die empfohlenen Entwurmungen durchgeführt werden.  Die zu untersuchende Kotprobe sollte mindestens haselnussgroß sein (etwa 4 Gramm) und über drei Tage hinweg gesammelt werden.

Aktuelle Tipps und Informationen zu sachgerechtem Parasitenschutz finden Sie auch im Internet unter www.esccap.de